AKADEMISCHES LEHRKRANKENHAUS

Aktuelle Forschungsprojekte

Hier finden Sie Informationen über aktuell in unserem Haus durchgeführte Forschungsarbeiten und Projekte.

  • Heimtraining bei kognitiver Einschränkung (HeikE)

(Dr. Rainer Beurskens, Martin Bongartz, Phoebe Ullrich, Dr. Melanie Weiß, Prof. Dr. Klaus Hauer).
Der Übergang von der stationären Rehabilitation zurück in die häusliche Umgebung ist oft mit einer unzureichenden Versorgung der Patienten verbunden. Betroffen sind insbesondere vulnerable Patientengruppen, wie hochbetagte, multi-morbide Personen mit kognitiver Beeinträchtigung, die ein besonders hohes Risiko für eine Pflegeheimeinweisung aufweist und aufgrund krankheitsspezifischer Limitierungen Lebensstilveränderungen und nachhaltiges Training nur schwer umsetzen kann. Eine besondere Herausforderung stellt die Entwicklung und Evaluation innovative Motivationsstrategien bei der Zielgruppe kognitiv eingeschränkter, sedentärer, funktional eingeschränkter Menschen dar. Das Projekt „HeikE“ nimmt sich dieser Versorgungslücke an und untersucht die Durchführbarkeit und Wirkung eines poststationären Heimtrainings- und Motivationsprogramms bei Patienten nach geriatrischer Rehabilitation mit kognitiven Einschränkungen. Die Projektförderung erfolgt durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren und den Kommunalverband für Jugend und Soziales im Land Baden-Württemberg

  • Prävention und Rehabilitation von Patienten mit beckennaher Fraktur (ProFind 2)

(Bastian Abel, André Lacroix, Alexandra Ziegler, Prof. Dr. Klaus Hauer).

Die poststationäre Versorgung von hochbetagten, vulnerablen geriatrischen Patienten ist aufgrund begrenzter Dauer der stationären Rehabilitation (Stichwort geringe Nutzung des vorhandenen Rehapotentials) und noch wenig ausgebauten und konzeptualisierten Modelle der ambulanter Versorgung unzureichend. Betroffen sind insbesondere kognitiv eingeschränkte und akut funktional schwer geschädigte Patienten ( Schenkelhalsfraktur), deren Zugang zu den begrenzt vorhandenen ambulanten Versorgungsstrukturen noch weiter eingeschränkt ist. Das Kooperationsprojekt „Profind 2“des Robert Bosch Krankenhauses Stuttgart (Abtl. Geriatrische Rehabilitation), der Fachhochschule Mannheim und des AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS HEIDELBERG entwickelt und evaluiert ein Versorgungskonzept bei Patienten mit kognitiven Einschränkungen mit dem Schwerpunkt eines körperlichen Trainings durch ehrenamtliche Helfer und Unterstützung durch ambulante Sozialarbeit. Die Projektförderung erfolgt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

  • Intelligent Active Mobility Aid Robot integrating Multimodal Communication (MOBOT)

(Christian Werner, Prof. Dr. Klaus Hauer)

Nutzer von Rollatoren weisen defizitäre sensorische, motorische und kognitive Leistungen auf, die von handelsüblichen Rollatortypen nicht unterstützt werden. Ziel des MOBOT-Projektes ist die Entwicklung eines computergestützten Rollators, welcher Patienten mit und ohne kognitive Einschränkungen in verschiedenen Anforderungen im Alltag umfassend unterstützt. Dies schließt kognitive (Navigation, Absichtserkennung, Erkennung von Handlungsabsichten-Intention Recognition), sensorische (Hindernis Erkennung/Vermeidung) und motorische Teilfunktionen (Aufstehhilfe, Sturzprävention, Standstabilisation) ein. Das AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS HEIDELBERG ist führender klinischer Partner bei der Entwicklung und Evaluation technischer Prototypen, die in Kooperation mit internationalen Forschungs- und Industriepartnern erstellt werden. Die Projektfinanzierung erfolgt durch das EU-Förderprogramms FP7-ICT-2011-9; ICT-2011.2.1: Cognitive Systems and Robotics

  • ICT-supported bath robots (I-SUPPORT)

(Dr. Jochen Werle, Prof. Dr. Klaus Hauer)

Ältere Menschen weisen häufig sensorische, motorische und kognitive Leistungsdefizite auf, welche sie in ihren alltäglichen Anforderungen einschränken. Besonders deutlich wird dies in der Körperpflege, da hier vielfältige kognitive und motorische Anforderungen an den älteren Menschen gestellt werden. Ziel des I-SUPPORT Projektes ist die Entwicklung eines computergestützten Duschsystems, welches Patienten mit und ohne kognitive Einschränkungen im Alltag bei der täglichen Körperpflege umfassend unterstützt. Dies schließt sowohl kognitive (Absichtserkennung), sensorische (Erkennung/Einstellen der Wassertemperatur) und motorische Teilfunktionen (Aufstehhilfe, Standstabilisation, Bedienung), Pflegefunktionen (Hautuntersuchung, Eincremen) als auch Sicherungssysteme (Sturzdetektion) ein. Die Projektfinanzierung erfolgt im Rahmen des EU-Förderprogramms Horizon2020, Research and Innovation Actions.

  • Entwicklung von virtuellen, spielbasierten Trainingsansätzen (Serious Games)

In den letzten Jahren wurden zielgerichtete virtuelle, spielbasierte Trainingsansätze (sog. „Serious Games“) entwickelt, die ein effektives Training motorischer und kognitiver Fähigkeiten ermöglichen. Aufgrund des motivierenden Spielcharakters dieses Trainings wird oft eine wirksamere Trainingsmotivation aufgebaut und so auch Personengruppen erreicht, die üblicherweise nicht an standardisierten Trainingsprogrammen teilnehmen. Trainingswissenschaftliche Konzepte sichern in „seriösen“ Spielprogrammen eine effektive Trainingswirkung ab. Im Vordergrund des Projektes steht die Überprüfung der Effektivität eines solchen spielebasierten, motorisch-kognitiven Trainings, der Dosis-Wirkungsbeziehung des Trainings, sowie der Veränderung nicht trainierter kognitiver und motorischer Leistungen (Trainingstransfer) in einer randomisierten, kontrollierten Studie. Durch diesen virtuellen, spielbasierten Trainingsansatz erwarten wir eine Verbesserung der motorischen und kognitiven Leistungsfähigkeit. Darüber hinaus soll das Trainingskonzept evaluiert und weiterentwickelt werden sowie hinsichtlich seiner Nutzbarkeit und Validität als Assessmentinstrument überprüft werden. Als Kooperationspartner steht uns dabei die Firma EPL Med. Prod. GmbH (http://www.physiomat.eu) mit ihrem Physiomat zur Seite.

  • Weiterbildung im Bereich altersgerechter Assistenzsysteme (ProWAAL)

(Dr. Norbert Specht-Leible)

Das Projekt „ProWAAL“ (Pro Weiterbildung AAL) hat zum Ziel, ein Qualifizierungsprogramm für Ambient Assissted Living (AAL) zu entwickeln und umzusetzen. Teilnehmer aus verschiedenen Berufsfeldern (z. B. Technologie- und Gerätehersteller, Ingenieure, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen) erwerben in unterschiedlichen praxis- und theorieorientierten Modulen Kompetenzen, um AAL-spezifische Aufgaben in ihrem Arbeitsalltag zu lösen. Finanziert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

  • Social Innovations Promoting Active and Healthy Ageing (INNOVAGE)

(Carl-Philipp Jansen, Prof. Dr. Klaus Hauer)

Der Fokus des INNOVAGE-Projekts liegt auf der körperlichen Aktivität und dem Bewegungsverhalten von Bewohnern der stationären Altenpflege. Die wesentliche Forschungsfrage ist, ob ein aus mehreren Komponenten bestehendes, körperliches Training für die Bewohner und ein Schulungsprogramm zur Aktivitätsförderung für das Pflegepersonal zu einer Steigerung von körperlicher Aktivität und sozialer Teilhabe der Senioren führen kann. Gestützt wird dieser Interventionsansatz durch einen sehr umfangreichen und technisch neuartigen Assessmentansatz, der accelerometriebasierte Aktivitätsdaten mit technisch erhobenen Life-Space Daten kombiniert. Hinzu kommen Daten zu psycho-sozialen und kognitiven Variablen, die in Interviews mit Bewohnern und Pflegeheimpersonal erhoben wurden. Diese umfangreichen Datenerhebungsmaßnahmen ermöglichen einen bisher nicht dagewesenen Einblick in habituelles, körperlich aktives Verhalten, der nicht zuletzt Auskunft über das Potenzial einer Veränderung dieses Zielparameters geben soll. Die Projektfinanzierung erfolgt im Rahmen des EU-Förderprogramms FP7-HEALTH-2012-INNOVATION-1; HEALTH.2012.3.2-3: Social innovations for active and healthy ageing

Ihr Ansprechpartner

Prof. Dr. Klaus Hauer

Prof. Dr. Klaus Hauer

Leiter der Forschungsabteilung

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