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AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS HEIDELBERG
Klinik für Akutgeriatrie

Rohrbacher Straße 149
69126 Heidelberg

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Prof. Dr. med. Jürgen M. Bauer

Prof. Dr. med. Jürgen M. Bauer

Ärztlicher Direktor und Chefarzt Akutgeriatrie

Ganzheitliche Behandlung von älteren Menschen

Im Mittelpunkt von Diagnostik und Therapie der Akutgeriatrie stehen die Besonderheiten des höheren Alters und der in diesem Lebensabschnitt häufigen Erkrankungen. Für letztere ist es charakteristisch, dass sie sehr häufig in Verbindung mit den sogenannten geriatrischen Syndromen auftreten. Für diese seien beispielgebend genannt:

  • Immobilität
  • Sturzneigung – Schwindel
  • Herabgesetzte körperliche Belastbarkeit – Gebrechlichkeit
  • Kognitive Defizite (Erinnerungsstörungen und Denkstörungen)
  • Multi-Medikation (gleichzeitige Einnahme zahlreicher Medikamente)
  • Fehl-/Mangelernährung
  • Inkontinenz
  • Chronische Schmerzen
  • Depressionen/Angststörungen
  • Starke Sehbehinderung
  • Ausgeprägte Schwerhörigkeit
Stationäre Akutgeriatrie

Interdisziplinäres Know-how für Diagnostik und Therapie

Die akutgeriatrische Behandlung zielt auf eine bestmögliche Wiederherstellung der Funktionalität, d. h. der körperlichen Leistungsfähigkeit älterer Patienten.

Zur Aufnahme in eine akutgeriatrische Abteilung führen oft Verschlechterungen von chronischen Erkrankungen oder das Hinzutreten von akuten Beschwerden, unter anderem Infekte und Verwirrtheit. Aufgrund häufig vorhandener Gleichzeitigkeit mehrerer Erkrankungen (Multimorbidität) und Funktionsdefizite bedarf es für eine erfolgversprechende Behandlung eines multiprofessionellen Teams von Ärzten und Pflegekräften, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, Psychologen, Sozialarbeitern, Diätassistenten sowie Seelsorgern.

Individueller Behandlungsplan und persönliche Therapieziele

Neben dem Erhalt bzw. der Verbesserung der funktionellen Situation, vor allem der Mobilität und Selbstversorgung der älteren Patienten, steht gleichberechtigt die Besserung der krankheitsbedingten Beschwerden.

Im Zentrum der wöchentlichen Teambesprechungen steht daher der individuelle Krankheitsverlauf einschließlich der persönlichen Therapieziele.

Vor der Entlassung bedarf es schließlich der Sicherstellung einer ausreichenden häuslichen Versorgung, denn nur so kann eine Nachhaltigkeit des Erfolges der stationären Behandlung gewährleistet werden.

Beschützende Station für akut erkrankte Demenzpatienten

Die Geriatrisch-Internistische Station für akut erkrankte Demenzpatienten (GISAD) ist eine spezialisierte 6-Betten-Therapieeinheit. Hier behandeln wir

  • ältere Patienten mit einer Demenz und zusätzlich einer somatischen Diagnose, die eine internistische oder geriatrische Krankenhausbehandlung rechtfertigt,
  • geriatrische Patienten mit einem deliranten Syndrom (z. B. nach einem operativen Eingriff, bei akuten Infektionen, bei Störungen des Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalts u. v. a. m.).

Nicht geeignet für einen GISAD-Aufenthalt sind Patienten, die monitorpflichtig sind, ferner dauerhaft bettlägrige Patienten. Für diese Patientengruppen bestehen nach Rücksprache gegebenenfalls  Behandlungsmöglichkeiten in anderen Bereichen unseres Hauses.

Wie erfolgt die Zuweisung?
Aufnahme ›

Das Behandlungskonzept

  • Multiprofessiones Behandlungsteam: Fachärzte für Innere Medizin, Psychiatrie und Allgemeinmedizin, Pflegekräfte, Ergo- und Physiotherapeuten, Logopäden, Musiktherapeuten, und Psychologen.
  • Medikamentöse internistische und psychopharmakologische Therapie werden aus einer Hand kontinuierlich aufeinander abgestimmt.
  • Das Pflegepersonal ist in demenz-spezifischen Pflegekonzepten (z. B. Validation, Biografiearbeit) fortgebildet.
  • Die räumliche Ausgestaltung ist nach milieutherapeutischen Prinzipien konzipiert.
  • Die Station ist halbgeschlossen durch einen Code-geschützten Ausgang.
  • Therapieeinheiten (Physio- und Ergotherapie oder Logopädie) sind in den Tagesablauf integriert.
       

Geriatrische Schlaganfallstation (SAS)

Aufnahmeindikationen

  • Schlaganfälle
  • Ischämischer Schlaganfall (Minderdurchblutung eines Gerhirnbereichs)
  • Gehirnblutung
  • Vorboten eines Schlaganfalls: Transistorische Ischämische Attacke (TIA)
  • Krampfanfälle nach Schlaganfällen

Wie erfolgt die Zuweisung?
Wir übernehmen Patienten nach einer Erstdiagnostik in einer Notaufnahme. Patienten, bei denen zunächst die Behandlung auf einer Intensivstation, eine Lyse-Therapie zur Wiedereröffnung eines Gefäßes oder eine Operation erforderlich ist, können nach Ende dieser Maßnahmen ebenfalls auf unsere Schlaganfallstation verlegt werden. Die Zuweisung erfolgt über den behandelnden Arzt, den Hausarzt oder einen Notarzt. Aufnahme ›

Die Behandlung

In den ersten Stunden und Tagen wird neben der Abklärung der Ursachen auf eine engmaschige Überwachung des Kreislaufs, der Temperatur, des Blutzuckers und der Atmung geachtet. Im Einzelfall kann ein Monitoring im Überwachungsbereich notwendig sein.

Möglichst früh beginnen wir mit der Mobilisierung und Rehabilitation unserer Patienten. So können Funktionen frühzeitig wiedererlangt und Komplikationen wie Thrombosen und Lungenentzündung vermieden werden. 

Akute Störungen des Schluckens sind ein häufiges Symptom, das schneller Diagnostik und Therapie bedarf, um Lungenentzündungen durch Verschlucken zu vermeiden.

Die Therapie

Viele unserer Patienten sind schon vor ihrem Schlaganfall durch Vorerkrankungen in ihrer Alltagskompetenz eingeschränkt und auf Hilfe durch Angehörige und Dritte angewiesen. Auf diese Gegebenheiten wird die Therapie individuell abgestimmt. Auch versuchen wir, Angehörige in unser Therapiekonzept einzubeziehen.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, behandeln wir in einem interdisziplinären Team (geriatrische Komplexbehandlung) mit einem gemeinsamen Konzept (nach Bobath).
   

Anschlussbehandlung

Nach der Behandlung auf der Schlaganfallstation kann in der Regel eine Behandlung in unserer Klinik für Geriatrische Rehabilitation ›  angeschlossen werden. Wir beantragen für Sie die Genehmigung durch die Krankenkasse.

Palliativmedizinische Geriatrie

Unser Schwerpunkt für palliativmedizinische Geriatrie, gegründet 2007 als einer der ersten in Deutschland, ist spezialisiert auf ältere Patienten. Wir nehmen Menschen mit einer begrenzten Lebenserwartung auf, die an einer nicht heilbaren, fortschreitenden Erkrankung und den damit einhergehenden Symptomen leiden.

Wir sichern unseren Patienten ein möglichst hohes Maß an Lebensqualität und Selbstständigkeit zu. Wir unterstützen und begleiten Sie und Ihre Angehörigen in Ihrer Auseinandersetzung mit Krankheit, seelischem Leid und nahendem Tod. 

Wie erfolgt die Zuweisung?
Für die Aufnahme ist die Notwendigkeit einer stationären Krankenhausbehandlung erforderlich. Die Einweisung erfolgt über die niedergelassenen Haus- und Fachärzte oder die behandelnden Ärzte anderer Krankenhäuser und Einrichtungen.
Aufnahme ›

Unser Angebot

  • Alliativmedizinische Versorgung durch Symptomkontrolle, d. h. Linderung der Beschwerden und Erhalt größtmöglicher Selbstständigkeit
  • Professionelle Pflege mit Hilfe basaler Stimulation (Kontaktaufnahme über Berührung und andere Sinnesreize) und Validation (Erkennen der Bedürfnisse und Anerkennung der Gefühlswelt der Patienten)
  • Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie sowie Musik-, Kunst- und Werktherapie
  • Spirituelle (seelsorgrgliche) Begleitung 
  • Psychosoziale Begleitung und Beratung bei sozialrechtlichen Fragen, um z. B. auch die Rückkehr nach Hause ermöglichen zu können
  • Übernachtungsmöglichkeit für Angehörige, die einen Sterbenden begleiten möchten
  • Zeit und Ruhe, sich vom Verstorbenen zu verabschieden

Das ist uns wichtig

  • Im Mittelpunkt stehen unsere hochbetagten Patienten. Ihren Wünschen, Bedürfnissen und ihrer Persönlichkeit wenden wir uns zu. Dabei leitet ihre Vorstellung über Lebensqualität unser Handeln.
  • Schmerzen und belastende Symptome werden nach den Grundsätzen der modernen Palliativmedizin und Palliativpflege behandelt. Leiden lindern heißt, den körperlichen und seelischen Zustand zu verbessern.
  • Schwerstkranke und Sterbende sowie ihre Angehörigen brauchen Zuwendung, Verständnis und Unterstützung. Wir begleiten sie dabei mit Kopf, Herz und Hand bis zum Lebensende.
  • Wir stehen den Angehörigen in der schweren Zeit des Abschiednehmens zur Seite. Durch einen intensiven Kontakt stellen wir sicher, dass sie an allen wichtigen Entscheidungen teilhaben.

Aufnahme

Die Aufnahme Ihrer Patienten können Sie mit unserem Belegungsmanagement oder dem Dienstarzt telefonisch besprechen.

Unser Belegungsmanagement erreichen Sie montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr. Außerhalb dieser Öffnungszeiten steht Ihnen unser Dienstarzt für die Aufnahme Ihrer Patienten zur Verfügung.

Ansprechpartnerinnen Belegungsmanagement

Andrea Laermann, Susanne Schildt
Montag bis Freitag, 8 bis 16 Uhr

(06221) 319 - 12 22
  (06221) 319 - 16 85
  E-Mail

Dienstarzt

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